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DDIV 01_2014

IM BLICKPUNKT 18 DDIVaktuell 01|14 die Mietabrechnung Nicht nur die WEG-Abrechnung birgt zahlreiche Fallstricke, die aufwendige Verfahren und Verzögerungen nach sich ziehen können. Auch bei der Abrechnung der Betriebs- und Heizkosten mit den Mietern einer WEG kommt es auf Anfechtungssicherheit, ordnungsgemäße Ausführung und die transparente Aufstellung der Kosten an, um Widersprüche und Zahlungsverzögerungen zu vermeiden. Sie wären schließlich vom Verwalter vor den Eigentümern als Vermieter zu rechtfertigen. von Steffen Haase 4 Nennung der Gesamtkosten Dem Mieter muss die Gesamtsumme, die für einen errechneten und ausgewie- senen Posten aufgelaufen ist, mitgeteilt werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Kosten dafür nicht insgesamt auf die Betriebskos- ten der Mieter umlegbar sind. Vorwegabzüge müs- sen so ausgewiesen sein, dass sie für den Mieter überprüfbar sind. Sind z.B. Teile der Hausmeister- vergütung nicht umlegbar, so sind sowohl die Ge- samtkosten für Hausmeisterdienste anzugeben als auch der nicht umlegbare Teil hieraus sowie der auf den Mieter umlegbare Teil. 5 Umlagefähigkeit der Kosten Achten sie sorgfältig darauf, dass nicht umlage- fähige Kosten den Mietern auch nicht berechnet werden. Nicht auf sie umgelegt werden können z.B. die schon in der Miete enthaltenen Verwaltungs- und Reparaturkosten. Im Abrechnungszeitraum 2013 fallen erst- mals Kosten an, die durch die Erfüllung der Trinkwasserver- ordnung entstehen. Auch hier muss man differenzieren. Die regelmäßig alle drei Jahre wiederkehrende Prüfung ist umla- gefähig, Nachprüfungen aufgrund eines Legionellenbefalls aber nicht und eventuelle Instandsetzungsmaßnahmen an der Wasserversorgung natürlich ebenso wenig. 3 Der Abrechnungszeitraum Mieterabrechnungen müssen im Abstand von längstens 12 Monaten gestellt werden, wobei die Vertragsparteien individuell auch kürzere Zeiträume vereinbaren können. Üb- licherweise gilt das Kalenderjahr als Abrechnungszeitraum. In der Folge sind Abrechnungen für Mietverhältnisse, die erst im Laufe eines Kalenderjahres beginnen, anteilig für die Zeit des mieterseitig genutzten Wohnraums zu erstellen. Für Mietver- hältnisse über gewerblich genutzte Räume gilt §556 BGB nicht (weil in §§578 BGB nicht aufgeführt); dort sind andere Verein- barungen möglich. 1 Fälligkeit des Nachzahlungsanspruchs Wurde eine formelle, ordnungsgemäße Abrechnung erstellt, wird der An- spruch des Vermieters auf Nachzahlung durch den Mieter fällig. Eine Frist zur Überprüfung der Abrechnung wird dem Mieter nicht zugestanden. Bei Wohnraum, welcher der Preisbindung unterliegt, gelten die §§20 Abs.4 S.1, 4 Abs.7 und 8 NMV sowie § 10 Abs. 2 WoBindG. Geht die Abrechnung dem Mieter bis zum 15. eines Monats zu, wird die Nachzahlung am 1. des darauf folgenden Monats fällig. 2 Die Abrechnungsfrist Gemäß § 556 Absatz 3 S. 2 BGB ist unbedingt zu be- achten, dass die Abrech- nung spätestens bis zum Ablauf des 12. Monats nach Ablauf des Abrech- nungszeitraumes zu übermitteln ist. Die erste Abrechnung setzt den Lauf der Frist in Gang. Tipps, um Fehler zu vermeiden 10 Foto:©Jezeper/Shutterstock.com

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