Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

DDIV 01_2014

POLITIK & AKTUELLES 8 DDIVaktuell 01|14 Zur Eingliederung des Bauressorts ins Umweltministerium Mit der Eingliederung des Ressorts Bauen in das Umweltministerium liegt es nun in der Verantwortung von Mi- nisterin Barbara Hendricks (SPD). Als Parlamentarische Staatsse- kretäre stehen ihr Rita Schwarzelühr-Sutter und Florian Pronold sowie Jochen Flasbarth als beamteter Staatssekretär zur Seite. Von der Immobilienbranche wird die Umstrukturierung ge- spannt beobachtet – auch vor dem Hintergrund, dass die Zu- ständigkeit für energetische Gebäudesanierung und Klimaschutz nun bei Barbara Hendricks liegt und die für erneuerbare Ener- gien und Energieeffizienz beim Wirtschaftsministerium unter Leitung von SPD-Chef Sigmar Gabriel. Die Erwartungen daran, wie sich die beiden fast vollständig SPD-geführten Ressorts bei der Energiewende bewähren, sind dabei durchaus unterschied- lich. Neue Chancen böten sich, so Stimmen aus der Branche, durchaus für die energetische Gebäudesanierung, was aber Sig- mar Gabriels Bereitschaft voraussetzt, die Energiewende im Ge- bäudebereich voranzutreiben. Erste richtungweisende Pläne für das Bauressort sollen noch zum Jahresanfang vorgestellt werden. DDIVaktuell wird darüber berichten. Neue Strukturen, neue Chancen? Zentrale Trinkwasseranlagen in Mehrpar- teienhäusern mussten bis zum Jahresende 2013 auf Legionellen überprüft werden. Die großen Messdienstleister wie Brunata-Met- rona, Ista, Kalo, Minol und Techem stellten dabei bei nahezu jeder achten Probe einen als kritisch zu betrachtenden Befall von über 101 Kolonie bildenden Einheiten (KbE) pro 100 ml Wasser fest. Duschverbote, die bei einem Befall mit über 10000KbE als So- fortmaßnahme verhängt werden, gab es allerdings nur selten. Hauptursache für die Verbreitung der Keime ist nach wie vor eine Legionellen: mehr als 12 Prozent positive Befunde Die Analyseergebnisse der Messdienstleister zum Jahresende zu gering eingestellte Boilertemperatur. Sie lag bei festgestellten hohen Konzentrationen im Schnitt unter 45 Grad, wobei 55 Grad vorgeschrieben sind. Stark kontaminiert waren häufig auch selten genutzte Leitungen bzw. solche, die mangels Isolierung von benach- barten Warmwasserleitungen auf bis zu 37 Grad erwärmt wurden. Auch ein fehlender hydraulischer Abgleich erwies sich in einigen Fällen als problematisch. Bei positiven Befunden besteht unbedingt Handlungsbedarf. Es ist Sache des Eigentümers oder Verwalters, den Ursachen auf den Grund zu gehen und – bei starkem Befall in Ab- sprache mit dem Gesundheitsamt – die technischen Voraussetzung zu schaffen, um einen erneuten Befall zu verhindern. Neben der Er- höhung der Vorlauftemperatur sind die Verbesserung der Hydraulik und der Rückbau eventueller Totstrecken probate Maßnahmen. Bis zu 140 Euro mehr mussten Mie- ter einer durchschnittlichen Wohnung 2013 an Heizkosten aufbringen. Eine Studie des Energiedienstleisters Techem zeigt auf, dass die Kosten im Vergleich zum Vorjahr Deutlicher Anstieg der Heizkosten für Haushalte mit Erdgas um 9,5 Prozent, mit Fernwärme um 10,5 Prozent und mit Öl um 22 Prozent gestiegen sind. Als Ur- sachen werden Witterung, Nutzerverhalten und Gebäudesubstanz angenommen – mit der Erkenntnis, dass das bisherige Engage- ment zur Energieeinsparung in Immobilien deutschlandweit zu wenig Wirkung zeigt. Fotos:©IlyaAndriyanov,RobertNeumann/Shutterstock.com

Seitenübersicht