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DDIV 01_2013

Verwaltung & Finanzen 52 DDIVaktuell 01 | 13 abgeschrieben wurden. Ich habe mich als erster auf die wirtschaftliche Gesundung gestürzt. Alle Gründungsväter bekamen ihr eingesetztes Kapi- tal zurück. Von nun an ging es bergauf. Der bayerische Landesverband hatte sich im Wirkungskreis über Bayern hinaus ausgedehnt. An einem der seltenen verregneten Abenden in Fischen kam es zu einem Gespräch zwischen Hans-Jürgen Wapler und mir, an dessen Ende wir patschnass, aber einig waren, den DDIV zu gründen. Welche Ämter haben Sie noch inne? Ehrenpräsident des DDIV, Mitglied des Vor- stands des VDIV Bayern und viele weitere au- ßerhalb der Immobilienwirtschaft. Wenn sie an die Ziele bei der Gründung denken, welche sind realisiert und welche sind vielleicht noch heute so aktuell wie damals? Ein Verband und seine Organe müssen nur eine Frage ihrer Mitglieder beantworten können: ,Welchen Sinn macht eine Mitgliedschaft im Ver- band?‘. Die Antwort, die zwangsläufig im Detail einer kontinuierlichen Entwicklung unterliegt, gibt die Ziele des Verbands vor. Eines der Ziele war immer die berufliche Fortbildung, um das fachliche Niveau der Berufsangehörigen kontinu- ierlich zu verbessern. Hier hat insbesondere der VDIV Bayern ein von mir als optimal beurteiltes Konzept entwickelt, das er fortlaufend optimiert. Die Entscheidung für eine dezentrale Organisa- tion hat sich bewährt. Die alte Forderung nach einer gesetzlichen Zulassung zum Verwalterbe- ruf wird immer wieder von den Berufsorganisa- tionen zu beantworten sein. Ich stehe seit jeher dem Ruf nach mehr Staat ablehnend gegenüber und vertraue auf den Markt, in dem sich gerade die Mitglieder des Verbands glänzend schlagen. Sie haben ihre Dissertation zum Finanz- und Rechnungswesen der WEG geschrieben. Ein The- ma, dass so aktuell wie nie ist, gerade in Bezug auf die BGH-Rechtsprechung der letzten Zeit. Das ist richtig. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis setzt fundierte juristische und betriebswirt- schaftliche Kenntnisse sowie praktische Erfahrun- gen voraus, um ein geschlossenes System für das Finanz- und Rechnungswesen der WEG zu entwi- ckeln, was mir seinerzeit gelungen ist. Wer dieses System nicht beherrscht, wird es nicht einhalten können. Nur so sind die Entscheidungen zur In- standhaltungsrückstellung und zu den Heizkos- ten in der Abrechnung zu erklären. Wie sehen Sie den Immobilienmarkt in ihrer Region? Er boomt und wird wegen der demographi- schen Entwicklung im Großraum München weiter boomen. Die berechtigten Sorgen um die Geldwertstabilität wird diese Tendenz ver- schärfen. Was hat sie in der letzten Woche geärgert? An diesem Gesellschaftsspiel nehme ich seit Jahren mit einer einfachen Strategie teil. Will mich jemand ärgern und ärgere ich mich, hat er gewonnen; ärgere ich mich nicht, habe ich gewonnen. Also ärgere ich mich nicht und blei- be immer Sieger. Was hat sie in der letzten Woche gefreut? Einige Prozesserfolge, die Ersteigerung illustrier- ter Bücher, der Baufortschritt unseres Berliner Anwesens, Gespräche mit klugen Menschen, meine Familie und so weiter. Eine solche Frage dürfen Sie einem Lustarbeiter nicht stellen – die Antwort hat keinen Anfang und kein Ende. Wie können sie am besten entspannen? Wenn meine Ehefrau und mein Sohn Klavier spielen. Wie sehen Sie den Verband der Immobilienver- walter? Auf einem wirklich guten Weg. Er hat an Professi- onalität deutlich gewonnen, ohne an Spezialkom- petenz zu verlieren. Insbesondere die glänzende Entwicklung des VDIV Bayern hat mich veran- lasst, weiter aktiv mitzuwirken um den Verband auf diesem Erfolgsweg weiter zu begleiten. Was wünschen Sie sich für den Verband? Erfolgskurs halten – den Organen und Mitar- beitern Kraft und Lust an der Arbeit. Interview: Carmen Fröhlich und Steffen Haase Eines der Ziele war immer die berufliche Fortbildung, um das fachliche Niveau der Berufsangehö- rigen kontinuierlich zu verbessern.

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