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DDIV 01_2013

Gebäude & Technik 26 DDIVaktuell 01 | 13 Vom Ableser zum Energiedienstleister? Weil die Energiepreise langfristig steigen, setzen Wärmemessdienstleister verstärkt auf neue Services, die Verwalter, Eigentümer und Mieter über die Energieverbräuche informieren. Möglich wird das durch die Funktechnik. Heizkostenverteiler mit Funk- technik sind im Kommen. Die großen Mess- dienstleister verbauen in neue Gebäude häufig solche Geräte. Beim Branchenführer Techem, der konsequent auf diese Technik setzt, funken in Neubauten 80 Prozent. Auch Minol stattet Neubauten überwiegend mit Funktechnik aus. Nur bei Kalorimeta spielt der Funk kaum eine Rolle. Selbst im Neubau verbauen die Hamburger mehr als 90 Pro- zent elektronische Heizkostenverteiler. Die großen Fünf, Techem, Ista, Brunata-Me- trona, Kalo und Minol, bieten beim Funk mehr oder weniger alle die gleiche Technik. Das muss nicht verwundern, denn die Zahl der Gerätehersteller ist überschaubar. Der Funk-Standard arbeitet im Frequenzband 868 MHz. Die Funkheizkostenverteiler speichern ihre Werte zum Stichtag, zur Monatsmitte und zu Monatsende im Ge- rät. Meist werden dutzende Tageswerte, die letzten 18 Monatswerte und der letzte Jah- reswert gespeichert. Im Angebot sind drei Varianten: die kostengünstigste und am weitesten verbreitete Lösung ist das „walk by“, weil hier jedes Funkmodul – meist im Treppenhaus – einzeln abgefragt wird. Bei der nächsten Produktstufe werden Daten- sammler installiert und im Treppenhaus abgelesen. Die Premium-Lösung funkt ihre Daten per Modem (GSM/GPRS, DSL oder Breitband) direkt an den Messdienstleister. Verdunster kommen langsam außer Mode Im Bestand ist das noch anders. Einzig Techem hat mehr als die Hälfte aller Heiz- kostenverteiler im Bestand bereits mit Funk ausgestattet und damit diesen Be- reich enorm ausgebaut. Vor zwei Jahren waren es noch 40 Prozent. Die Eschbor- ner setzen konsequent auf die Funktech- nik, weil mit der Fernauslesung weitere Services wie das Monitoring möglich sind. Bei Ista und Minol sind zurzeit (nicht fun- kende) elektronische Heizkostenverteiler noch die häufigsten Erfassungsgeräte, bei Kalorimeta sind es zu rund 40 Pro- zent Verdunster. Die allerdings kommen langsam außer Mode, weil die Kosten für elektronische Heizkostenverteiler nur noch minimal über denen für Verdunster liegen. Da die Arbeitszeit für die Montage der größte Kostenfaktor ist, fallen die Ge- rätekosten kaum noch ins Gewicht. Wenn man die Messdienstleister fragt, be- kommt man meist zur Antwort, dass sich die Funk-Ablesung in jedem Fall rechne, auch bei kleinen Mehrfamilienhäusern. „Eine Untergrenze für die Funkablesung gibt es nicht“, heißt es da bei Minol, Te- chem und Ista. Und trotzdem findet man die meisten Funkanlagen in gro- ßen Wohnanlagen. Bei großen Objekten relativiert sich der erhöhte Aufwand in der Hardware, weil sich hier die geringere Ab- lesegebühr bemerkbar macht. Je größer eine Wohnanlage ist, desto öfter muss der Ableser kommen und desto mehr Verdunster kommen langsam außer Mode, weil elektronische Heizkostenverteiler nur noch minimal teurer sind Die Funktechnik ermöglicht das Energiemonitoring und Energiedaten- management.

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