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DDIV 01_2013

1 | 13 DDIVaktuell 25 verbunden mit einem Vorrang für die Solar- wärme. Die Wohnungsgenossenschaft Königs Wus- terhausen (WGKW) hatte sich für die solare Modernisierung eines Plattenbaus Typ WBS 70 mit 40 Wohneinheiten im Schenkendorfer Flur 18 bis 21 bereits im ersten Halbjahr 2009 ent- schieden. Nach guten Erfahrungen und nach- gewiesener Energieeinsparung hat die WGKW seit dem weitere Wohnanlagen mit der Steuer- zentrale ausgestattet. Transparente Heizkosten und optimales Ausnutzen der Solarwärme Mit der Solarenergiezentrale kauft der Investor eine gläserne Heizung, die zu einer Kostentrans- parenz führt, wie sie bislang in der Wohnungs- wirtschaft nicht üblich war. Möglich wird das durch eine umfangreiche Sensorik. Wärmemen- genzähler liefern via Internet Informationen über die von der Regelung verteilten Energie- mengen und bilden die Kosten ab. Bei der SEZ-Systemlösung Fernwärme und Solar XXL wird versucht, die von den Kollektoren ein- gefangene solare Wärme optimal auszunutzen. Je besser dies gelingt, desto weniger muss auf die Grundlast der Fernwärme zurück gegriffen werden. Dies ist nicht einfach eine Frage der Sonneneinstrahlung. Im komplexen Gefüge der Verteilung der Energie auf Heizung und Warmwasserverbraucher geht es um die rich- tigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt. Solare Heizungsunterstützung kann bereits bei KrITerIeN für eINe AuSwAHl GroSSer SolArANlAGeN Solarwärmeanlagen sind Hybridsysteme, die man für die Heizung und die Warmwasser- versorgung einsetzen sollte Reine Warmwasser-Anlagen arbeiten nicht ausreichend wirtschaftlich Eine Anlage sollte mit allen fossilen Energie- trägern, also Öl, Gas, KWK-Fernwärme, Pellets und Erdwärme, kombinierbar sein, um jeder- zeit wechseln zu können Das technische Prinzip der Vorwärmanla- gen ist überholt, eine direkte Belieferung der Verbraucher (Warmwasser und Heizung) mit Sonnenwärme ist wirtschaftlicher Wärmemengenzähler und Online-Monito- ring sind Stand der Technik und sollten als Teil der Anlage angesehen werden Mit Systemanbieter, Installateur bezie- hungsweise Planer sollten eindeutige und überprüfbare Werte bezüglich der Einspar- ziele und der Gesamteffizienz auf Basis einer Rentabilitätsberechnung vereinbart werden Geeignete Fachleute findet man bei der Deutschen Energieagentur (Dena) unter dem Stichwort Expertenliste. niedrigeren Kollektortemperaturen beginnen. Beim Warmwasser hingegen ist bei einer zent- ralen Warmwasserversorgung wegen des Legi- onellenschutzes eine Mindesttemperatur von 60 Grad Celsius erforderlich. Die eingefangene Sonnenwärme wird entsprechend dieser unter- schiedlichen Parameter und der aktuellen Ver- brauchssituation im Gebäude gesteuert. Die Solare Energiezentrale zeigt, dass solar- thermische Anlagen in der Wohnungswirt- schaft durchaus eine Rolle spielen können, wenn sie richtig geplant, gebaut und betrie- ben werden – aber auch nur dann. Der Verwalter sollte sich vor einem Kauf intensiv von einem Ingenieur oder einem ausreichend qualifizierten neutralen Gebäudeenergie- berater informieren lassen.

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