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DDIV 01_2013

Gebäude & TeCHNIK 24 DDIVaktuell 01 | 13 Eine intensive und neutrale Beratung ist wichtig Noch immer wird sehr allgemein argumentiert, große Solaranlagen sparten mehr Energieko- sten, als sie Kapitalkosten verursachten. Dabei wird oft so getan, als ob der Kollektorertrag die Einsparung sei. Die Energieeffizienz der Ge- samtanlage wird dabei außen vor gelassen. Je mehr Kollektorfläche auf dem Dach installiert werde, desto besser. Schließlich erhöhe das den Kapitalwert der Immobilie und nütze auch dem Klima. Genannt wird der Pi-mal-Daumen-Wert von einem Quadratmeter Kollektorfläche pro Bewohner. Deutlich wird dabei kaum, dass die Höhe der Investitionen – also auch die Größe der Kollektorfläche – sich nach der Höhe der daraus folgenden Modernisierungsumlage rich- ten muss und dadurch oder durch die Mieto- bergrenze eines Mietspiegels begrenzt wird. Solange die Hersteller diesen Zusammenhang nicht verstehen, werden sich solche Systeme in der Wohnungswirtschaft nicht durchsetzen. Inzwischen bringen die großen Heizungsher- steller verstärkt große solarthermische Hy- bridsysteme auf den Markt – manche davon für bis zu 200 Einheiten. Um jedoch keine schöngerechnete Anlage zu bekommen, sollte sich der Verwalter vor einem Kauf intensiv von einem Ingenieur oder einem ausreichend qua- lifizierten neutralen Gebäudeenergieberater informieren lassen. Eine solche Beratung wird übrigens staatlich gefördert. Eine neue Anlage verspricht Effizienz und Energieeinsparung Dass Solarthermie in der Wohnungswirtschaft funktionieren kann, zeigen Firmen wie Parabel Energiesysteme aus Potsdam. Das Konzept der Solarenergiezentrale (SEZ) verbindet per Wärmetauscher zwei Wärmelieferanten zu ei- ner einheitlichen Anlage. Gesteuert wird dabei nach dem Prinzip Nutzung geht vor Pufferung, So STeuerT dIe SeZ Im Tagesprotokoll vom 2. Juni 2009 wird beispiel- haft dokumentiert, wie die Steuerung der Wohn- anlage im Schenkendorfer Flur arbeitet. An diesem Tag war der Jahreszeit entsprechend die Heizung im gesamten Gebäude ausgeschaltet. Der Verbrauch bezieht sich also auf die Warmwasserversorgung. Interessant ist vor allem die Leistungskurve der Fernwärme in Korrespondenz zur Kollektortempe- ratur.DieFernwärmeversorgungkonntebereitskurz nach 9.00 Uhr abschaltet werden und blieb bis kurz nach 21.00 Uhr aus. Zwischen 14.00 und 15.00 Uhr übernahm der Pufferspeicher bei einer kurzzeitigen Wolkenbildung die Wärmeversorgung. Ab 18.00 Uhr übernahm er wieder die Funktion des Wärme- lieferanten bis nach 21.00 Uhr. Dies ist möglich, weil der eingebaute Pufferschichtenspeicher sehr gut isoliert ist und die benötigte Temperatur von über 60 Grad lange halten kann. Foto:SimonSchaake Die Wohnanlage der Wohnungsgenossenschaft Königs Wusterhausen läuft seit 2009 erfolgreich.

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