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DDIV 01_2013

1 | 13 DDIVaktuell 23 Hersteller haben bei Solarthermie die Probleme unterschätzt Allerdings sind längst nicht alle Mehrfamili- enhäuser und Wohnanlagen gut gedämmt. Für solche Objekte werden Kombinationen aus Gas-Brennwertheizung plus Solarther- mie angeboten. Doch bislang konnte die Solarthermie in der Wohnungswirtschaft nicht Fuß fassen. Viele Hersteller glaubten anfangs, ihre im Ein- und Zweifamilienhaus bewährten Standardanlagen nach oben ska- lieren zu können. Doch sie hatten die damit einher gehenden Probleme unterschätzt. Was im Kleinen funktioniert, scheitert oft im größeren Maßstab. Im Jahr 2010 wur- den für die Kampagne „Solar – so heizt man heute“ drei Kompetenzzentren (www. solarwaerme-info.de) eingerichtet, um den Bau großer Solarthermieanlagen (Grosol) zu forcieren. Unter Grosol versteht man Solarwärmeanlagen für Wohnhäuser mit drei bis zwölf Wohneinheiten. Die vom Bundesumweltministerium mit 50 Prozent geförderte Kampagne verzichtet bis heute auf Amortisationsrechnungen. Statt dessen wird der Eindruck erweckt, Grosol würde sich in jedem Fall rechnen – und das ist so nicht richtig. Eine konventionelle Solaranlage wurde da- mals in der Regel als Vorwärmanlage kon- zipiert und indirekt über Pufferspeicher an die vorhandene Haustechnik angeschlos- sen. Diese Auslegung und eine fehlende übergeordnete Steuerung führten vielfach dazu, dass die Kessel über lange Perioden zum Nachheizen gezwungen wurden. Das jedoch macht Heizintervallen unwirt- schaftliche und verschlechtert den Jahres- nutzungsgrad. Erst eine Anlagentechnik, die mit einer übergeordneten Steuerung in der Lage ist, das Zusammenwirken von Kessel, Kollektor und Speicher zu optimie- ren, spielt die Stärken der Solarwärme aus. Die Hersteller haben bei Solarthermie die Probleme unterschätzt

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