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DDIV 01_2013

Politik & Aktuelles 16 DDIVaktuell 01 | 13 Verwalter zeigen Flagge beim Forum Zunkunft Altbau in Stuttgart Kaßler mahnt Zugangsvoraus- setzungen an Vor mehr als 300 Energieberatern und Architekten warb DDIV-Geschäfts- führer Martin Kaßler beim 14. Forum Zukunft Altbau im Theaterhaus Stuttgart mit Nachdruck für die Belange der Im- mobilienverwalter. Aufgrund der weiter steigenden Anforderungen an die Tä- tigkeit des Immobilienverwalters beim treuhänderischen Umgang mit Wohnei- gentum mahnte er zugleich Zugangsvo- raussetzungen für Verwalter an. Dies sei vor allem deshalb notwendig, weil Ver- walter die letzte sichere Form der Alters- vorsorge vieler Bürgerinnen und Bürger managten. Kaßler lobte gleichzeitig die baden-würt- tembergische Landesregierung für Ihr En- gagement in der KfW-Förderpolitik. Seit April leitet die Landesbank KfW-Mittel zur energetischen Sanierung und zum al- tersgerechten Umbauen durch und über- nimmt gleichzeitig auch entsprechende Bürgschaften. Neben Schleswig-Holstein ist Baden-Württemberg damit das einzi- ge Bundesland, das bisher erkannt hat, wie die Abnahme von KfW-Fördermitteln gesteigert werden kann. Bisher gehen nämlich nur etwa 5 bis 7 Prozent aller Zusagen im Programm Energieeffizient Sanieren an Eigentümergemeinschaf- ten. Größtes Hindernis sind neben den Hausbanken, die Anträge von KfW-För- dermitteln oft ablehnen, auch ungenü- gende Kenntnisse bei den Verwaltern. Dies ergab eine groß angelegte Umfra- ge von DDIV und KfW im vergangenen Jahr. An zahlreichen Beispielen zeigte Martin Kaßler, wie komplex energetische Sanie- rungsprozesse in Wohnungseigentümer- gemeinschaften sind und spannte dabei den Bogen von der Heterogenität der Ei- gentümer über Instandsetzungsrücklagen bis hin zum „Dickicht energetischer Stu- dien“. Auch den Mieter hatte der DDIV- Geschäftsführer im Blick. Insbesondere die Verbraucherpreise für kalte und war- me Betriebskosten seien zwischen Anfang 2000 und Mitte 2012 bundesweit um 112 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu hät- ten die Nettokaltmieten während der ver- gangenen zwölfeinhalb Jahre nur um 15 Prozent zugelegt. Und in der Klein- und Kleinstvermietung würden oft gar keine Gewinne erzielt. Hier die Eigentümer zu sensibilisieren, sei eine anspruchsvolle Auf- gabe, die Fachkenntnis und auch ein Stück weit Einfühlungsvermögen des Verwalters voraussetze. 93 Prozent der Befragten wollen Mindestvoraussetzungen Kaßler führte weiter aus, dass laut einer Umfrage des DDIV und des Inwis-Instituts 93 Prozent der befragten Verwalter Min- destvoraussetzungen wie die Einführung einer Vertrauens- und Vermögensschaden- haftpflichtversicherung in der Gewerbeord- nung begrüßen. Neben einer Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung stärke dies Qualifikation und Weiterbildung der Bran- che. Zudem werde dadurch der Verbrau- cher, also der Eigentümer geschützt, was für die Altersvorsorge unverzichtbar sei. Er betonte aber auch, dass nicht nur Ener- gieberater und Baubegleiter eine Sonder- vergütung im Rahmen der Vergabe von KfW-Förderkrediten erhalten sollten, son- dern auch Immobilienverwalter. „Es ist der Verwalter, der maßgeblich Sanierungspro- zesse anstößt und diese über Jahre beglei- tet. Hier sollte die Politik Anreize setzen.“, so Kaßler abschließend. Martin Kaßler: „Es ist der Verwalter, der maßgeblich Sanierungsprozesse anstößt und diese über Jahre begleitet.“ Die Betriebskosten sind zwischen 2000 und 2012 um 112 Prozent gestiegen, die Nettokaltmieten nur um 15 Prozent

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