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DDIV 01_2013

1 | 13 DDIVaktuell 13 Mit den Großen spielen Bist Du noch Hausverwalter oder schon Property Manager? So könnte sich bald die Begrüßung zweier Immobilienverwalter anhören. Zurzeit sind die Investoren mit den großen Property Management-Unterneh- men nicht sonderlich zufrieden. Daraus ergeben sich Chancen für ambitionierte Immobilienverwalter. Die Unzufriedenheit der Auf- traggeber mit den großen Property Ma- nagern steigt. Jeder Dritte würde seinen Dienstleister nicht weiterempfehlen. Neben einer allgemeinen Unzufriedenheit attestie- ren die Investoren ihren Property Managern mangelnde Qualität und sinkende Kompe- tenz. Das geht aus dem Property Manage- ment Report 2012 des Kölner Beratungs- hauses Bell Management Consultants hervor, in dem 106 Auftraggeber die Arbeit ihrer Dienstleister bewerten. Property Manager mit einem Umsatz von weniger als 6 Millionen Euro pro Jahr kön- nen die Erwartungen ihrer Auftraggeber offenbar deutlich besser erfüllen. Sie wer- den zu 82 Prozent von ihren Auftraggebern empfohlen. Je größer das Unternehmen, desto schlechter schneidet es ab. Mittelgro- ße Property Manager (6 bis 20 Millionen Euro) werden noch zu 75 Prozent weiter- empfohlen, die Großen der Branche mit einem Jahresumsatz von mehr als 20 Millio- nen Euro hingegen nur noch zu 60 Prozent. Die Auftraggeber bewerten die allgemeine Kompetenz ihrer Dienstleister insgesamt auf der Schulnotenskala von 1 bis 6 mit 2,63. Im Vorjahr waren es noch 2,56. Mit 2,64 bewerten die Investoren die kaufmännische und technische Kompetenz auch nicht rosig. Institutionelle Investoren suchen in Deutschland An potenziellen Auftraggebern für ambi- tionierte Immobilienverwalter scheint es auch nicht zu fehlen. Internationale Inves- toren drängen wieder in den deutschen Immobilienmarkt. Vor allem institutionelle Investoren sind in Deutschland auf der Su- che nach Wohnungsportfolios. Eine Umfrage von Ernst & Young Real Estate unter Großanlegern hat ergeben, dass Deutschland als der stabilste Immo- bilienmarkt in Europa angesehen wird. Bis zu 30 Milliarden Euro wollten die Anleger 2012 demnach in gewerbliche Immobili- en und Wohnungsportfolios investieren. 2011 investierten die Großanleger hierzu- lande 28 Milliarden Euro, 2010 waren es 23 Milliarden. Den Boom bestätigte Andreas Schulten vom Berliner Analysten Bulwien Gesa ge- genüber Welt Online: „Immer mehr ver- mögende Großanleger, Family Offices und Stiftungen setzen auf Mehrfamilien- und Geschäftshäuser in mittelgroßen und sogar kleineren Städten.“ Für Immobilienverwalter, die in der Lage sind, Property-Management- Leistungen zu erbringen, tun sich dadurch große Chancen auf. www.bell-consultants.com Kleine Property Manager können die Erwartungen ihrer Auftraggeber offenbar besser erfüllen als große Foto:©ShawnHempel/Shutterstock.com

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