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DDIV 01_2013

1 | 13 DDIVaktuell 11 2 3 4 1 2 3 4 Die Parlamentarische Gesellschaft befindet sich im ehemaligen Reichs- präsidentenpalais, was zugleich ihre Verbundenheit zur Weimarer Repu- blik dokumentiert Peter Götz MdB, kommunalpolitischer Sprecher der Fraktion und Mitglied im CDU-Bundesvorstand gilt als profun- der Kenner der Wohnungswirtschaft Stefan Bruch, CDU/CSU-Fraktion und Martin Kaßler bei den letzten Detailabsprachen Trotz gehaltvoller Themen gab es Grund zum Schmunzeln, links Gero Storjohann MdB Instandhaltungsrücklagen, schlechtere Kreditbedingungen und fehlende Lan- desbürgschaften bei KfW-Zuschüssen. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass bei einem langfristigen energetischen WEG- Sanierungsstau das Wohneigentum des Einzelnen an Wert verlieren kann. Die Altersvorsorge oder Kapitalanlage könne dann auch nicht mehr als sicher einge- stuft werden. Dieser Umstand sei zudem umso bedeutsamer, da bereits heute zahlreiche Klein- und Kleinstvermieter keine Gewinne in der Vermietung er- zielen oder allenfalls eine Bruttorendite von 2,5 Prozent. Im Vergleich zu alterna- tiven Kapitalanlagen bringt vermietetes Immobilienvermögen somit weit niedri- gere Renditen ein. Nicht zu unterschät- zen sei zudem, dass neben möglicher- weise fehlenden finanziellen Rücklagen einzelner Eigentümer oder nur noch mangelnder Kreditfähigkeit im hohen Alter auch die Motivation energetisch zu sanieren mehr als ausbaufähig sei. Aber alle diese Faktoren reichen nicht als Erklärung aus, wenn man sich die Abrufraten des KfW-CO2-Gebäudesa- nierungsprogramms ins Gedächtnis ruft. Allenfalls 7 Prozent der Gesamtmittel fließen danach an Wohnungseigentü- mergemeinschaften. Einen wesentlichen Grund dafür liefert das Ergebnis einer gemeinsamen Umfrage von KfW und DDIV aus dem vergangenen Jahr, wie den Fachpolitikern dargestellt wurde. Lediglich fünf Prozent der Immobilienver- walter gaben danach an, sich mit den För- derinstrumenten gut auszukennen. Fehlende Anreizsysteme und steigende Anforderungen erfordern Zugangsvoraussetzungen Zurückzuführen ist dies auf fehlende An- reizsysteme, aber vor allem auch auf die zunehmende Komplexität der Tätigkeit des Immobilienverwalters. Als Treuhän- der von Fremdvermögen verändern sich die Anforderungen an den Verwalter permanent. Neben technischen und kauf- männischen Aspekten sind es auch sich ständig weiterentwickelnde Neuerungen durch den Gesetzgeber. Ob Trinkwasser- verordnung, Energieeinsparverordnung, Baugesetzbuch oder ein sich wandelndes Mietrecht und vieles andere mehr – der Verwalter muss auf dem Laufenden sein, sonst läuft er Gefahr, nicht gesetzeskon- form zu handeln und Rechtstreitigkeiten auszulösen. Hinzu kommt die aktuelle Rechtsprechung, die es zu beachten gilt. Zudem billigt der Gesetzgeber den Immo- bilienverwaltern als einziger Berufsgruppe nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz zu, Rechtsdienstleistungen zu erbringen. Ein aus Sicht des DDIV aber auch aus Sicht des Verbrauchers nicht zu lösender Wi- derspruch. Weder gebe es Mindestvoraussetzun- gen für die Tätigkeit, noch ein definier- tes Berufsbild – lediglich die Pflicht zur Gewerbeanzeige – noch Vorgaben zum Die Anforderungen an den Verwalter steigen stetig. Zugangsvoraussetzungen zum Schutz der Eigentümer sind daher notwendig.

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