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Bildungspraxis 02_2016

42 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 02/2016 DIE BERUFSAUSBILDER ■ DETLEF - MICHAEL HAARHAUS ist Vorsitzender des Berufsausbilderverbands Niedersachsen-Bremen e.V. Computer statt Manpower? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung untersuchte die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Berufe. Ein Auszug der Ergebnisse. Text Detlef-Michael Haarhaus N ur 0,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten in Berufen, die durch Compu- tertechnologie und Automatisierung völlig verschwin- den könnten. Doch bei fast 50 Prozent der Beschäftig- ten könnten Computer immerhin einen erheblichen Teil ihrer heutigen Arbeit übernehmen. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie „Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt – Substituierbarkeitspotenziale von Berufen in Deutschland“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Laut Studie müssen sich viele Beschäftigte darauf einstellen, dass Computer zumindest einen Teil der heutigen Arbeit übernehmen werden. Bei einem Viertel der Festangestellten sehen die Forscher das Risiko, dass mehr als 70 Prozent ihrer Tätigkeiten durch computerge- steuerte Maschinen übernommen werden könnten. Bei 45 Prozent der Beschäftigten könnten in Zukunft zwischen 30 und 70 Prozent ihrer Aufgaben Computer erledigen. Insbesondere bei Berufen in der Industriepro- duktion zeige sich ein hohes Substituierbarkeitspotenzial – also die Möglichkeit, Arbeitskraft durch Technik zu erset- zen. Allerdings entstehen mit wachsender Digitalisierung auch neue Tätigkeiten. Möglicherweise mehr als dadurch verloren gehen. Um das Wissen und Können auf dem neuesten technologi- schen Stand zu halten, werde lebenslanges Lernen immer wichtiger, betonen die Forscher. Bereits in den allgemeinbil- denden Schulen müssten die Voraussetzungen geschaffen werden, um Computer nicht nur zu verwenden, sondern bewusst und kontrolliert für das Lernen und die Selbstorga- nisation einzusetzen. Ausbildungen müssten so gestaltet sein, dass Auszubildende mit den neuesten technologischen Innovationen in ihrem Beruf vertraut werden. Und Fachkräfte müssten unterstützt werden, um sich fit für die neuen Anfor- derungen der digitalen Arbeitswelt zu machen. Die Ergebnisse des Projekts „Folgen der Digitalisierung für dieArbeitswelt“ auf: doku.iab.de/ forschungsbericht/2015/ fb1115.pdf Foto: © Dmitry Kalinovsky / Shutterstock.com; Berufsausbilderverband Niedersachsen Bremen e.V.

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