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Bildungspraxis 02_2016

DIE BERUFSAUSBILDER ›› BILDUNGSPRAXIS – 02/2016 | 41 ■ Im Interview SABINE WILL ist Betriebswirtin und Sozialpädagogin. Sie ist Ausbildungsleiterin im Ausbil- dungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg und betreut Unternehmen bei der Suche und Vermittlung von Auszubildenden. Das Projekt „KreSI – Koordinierung regionaler Strukturen zur Integration von Jugendlichen in betriebliche Ausbildung für Unternehmen“ wird als Jobstarter plus-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds gefördert. Kontakt: info@abv-magdeburg.de „ Fotos: Joachim Pohlmann, Magdeburg; © tanewpix / Shutterstock.com Starthilfe für Jugendliche Das Projekt „KreSI“ soll jungen Leuten in der Region Magdeburg beim Start ins Berufsleben helfen und bietet Unterstützung für ausbildende Unternehmen. Ausbildungsleiterin Sabine Will erklärt, wie das funktioniert. Interview Klaus-Peter Voigt Seit einem Jahr läuft das Projekt „KreSI – Koordinierung regio- naler Strukturen zur Integration von Jugendlichen in betriebliche Ausbildung für Unternehmen“ . Worum geht es? SabineWill: Wir alle wissen, dass es für Unternehmen schwieriger wird, Lehr- linge zu finden. Das hat viele Ursachen, darunter auch fehlende Fertigkeiten und Fähigkeiten bei den Jugendlichen. Eine Reihe von ihnen kann aber über eine gezielte Förderung durchaus eine Berufs- ausbildung erfolgreich absolvieren. An wen denken Sie da? Es geht um Mädchen und Jungen mit sozialen Defiziten, psychologischen Problemen, körperlichen Behinderun- gen oder mit Migrationshintergrund unter 27 Jahren. Das kann die allein- erziehende Mutti sein, ebenso wie ein Studienabbrecher. Wie kann man an Ihrem Projekt teilnehmen? Sich einfach bei uns melden, ganz gleich ob es ein Jugendlicher ist, der auf der Suche nach einer Ausbildung ist, oder ein Unternehmer, der ausbil- den möchte oder Unterstützung bei bereits laufenden Ausbildungsverträ- gen sucht. Welche Rolle spielen die mittelstän- dischen Unternehmen? Wir sehen uns als Koordinator, der Betriebe und Jugendliche zusammen- bringt. So wie wir von den Auszubilden- den erwarten, dass sie ernsthaft ihr Ziel erreichen wollen brauchen wir Unter- nehmen, die sich darauf einlassen. „Wir unterstützen die allein- erziehende Mutti ebenso wie den Studienabbrecher.“ Wie unterstützen Sie die Unternehmen? Gerade in kleinen Firmen fehlt oft die Zeit, sich mit den individuellen Proble- men der Berufseinsteiger zu befassen. Wir sind Partner für Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen. Und wir helfen Firmen, die ausbilden möch- ten, aber Bedenken haben, den vollen Inhalt des Berufsbildes vermitteln zu können oder denen bisher das gesam- te Drumherum um einen Auszubilden- den zu kompliziert war. Dazu helfen wir vor Ort – kostenlos und unbürokratisch. Ihre Projektmitarbeiter kommen also direkt in die Firma? Ja. Nur so lässt sich richtig reagie- ren, denn wir sehen uns vor Ort um, sondieren Probleme und suchen nach Lösungen. Schließlich helfen wir dann bei der Vermittlung von Hilfen, ange- fangen beim Nachhilfeunterricht über eine sozialpädagogische Begleitung und Prüfungsvorbereitung bis hin zu regelmäßigen Gesprächen mit dem Azubi und dem Unternehmen.

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