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Bildungspraxis 02_2016

›› BILDUNGSPRAXIS – 02/2016 | 39 » » Vom 28. bis 30. September 2015 fand in Mexico-Stadt die „2. Internationale Konferenz zu Lernenden Städten“ statt, organisiert vom UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen. » » Zentrale Frage, die von den 650 Teilnehmern aus aller Welt diskutiert wurde: Wie können Städte nachhaltiger werden? » » Ein Ergebnis: Städte stehen weltweit unterschiedlichen Herausforderungen gegenüber. Während eine „Learning City“ wie Mexico-City gegen Fettleibigkeit und Analpha- betismus vorgehen will, haben deutsche Städte besonders beim Thema informelles Lernen Aufholbedarf. Was sind die größten Herausforderungen? Immer wieder wurde in Diskussionen klar, dass eine Schwierigkeit in den politischen Zuständigkeiten für Bildung liegt. Oftmals sind die Regionen oder gar die Staaten direkt zuständig, für das, was in den Städten passiert. Viele Bürgermeister waren sich einig, dass mehr lokale Autonomie für die Über- nahme dieser Aufgaben notwendig sei. Mehrere Redner betonten darüber hinaus, wie wichtig es sei, Kompeten- zen stärker in den Blick zu nehmen. Basierend auf den Analysen von PIAAC, kurz für „Programme for the International Assessment of Adult Competencies“, dem PISA-Test für Erwachsene, wies zum Beispiel Andreas Schleicher von der OECD darauf hin, dass hohe im Vergleich zu niedrigen Lesekompetenzen mit doppelt so guten Arbeitsmarktchancen, dreimal so ho- hen Löhnen, besserer Gesundheit, verstärktem freiwilligen Engagement und einem höherem allgemeinen Vertrauen einhergehen. Er beklagte aber auch die starke Abhängigkeit der Rechen- und Lesekompetenz vom sozialen Hintergrund und nannte dabei unter anderem Deutschland als Negativbeispiel. Dass hier eine echte Entwicklung möglich sei, zeigten die Beispiele von Korea, Spanien, Finnland und Frankreich, die über verschiedene Generationen hinweg deutliche Anstie- ge der Grundkompetenzen verzeichnen können. Schleicher wies dabei auch auf die Probleme formaler Bildung hin. Sie zeigen sich in den unterschiedlichen Kompetenzniveaus zwischen Absol- venten gleicher Bildungsabschlüsse in unterschiedlichen Ländern. Er fordert die systematischere Anerkennung von Kompetenzen wie sie in den Niederlan- den und den skandinavischen Ländern bereits existiert. Diese Kompetenz­ anerkennung sollte zu einer stärkeren Verbindung von Lernen und Arbeiten führen, Bildungsbenachteiligte in den Fokus nehmen und letztlich auch die Vergleichbarkeit von Bildungsoptionen erleichtern. Bessere und zugänglichere (Bildungs-)Beratungssysteme und per- sonalisierte Weiterbildungsmöglichkei- ten, etwa in Form von Open Educational Resources (OER), sind weitere Heraus- forderungen, die von den Teilnehmern als zentral erachtet wurden. Immer wieder wurde in Diskussionen klar, dass eine Schwierigkeit in den politischen Zuständigkei- ten für Bildung liegt. ■ DIGITALE LERNKARTEN Jedes Lernpaket bietet Ihnen über 1000 PRÜFUNGSFRAGEN, die eine umfassende und flexible Wieder- holung der Unterrichtsinhalte ermöglichen – am PC oder Laptop, per Tablet und Smartphone – zu Hause, in der Schule und unterwegs. www.europa-lehrmittel.de/brainyoo 72245Y | € 27,20 75557Y | € 30,10 * Preis gültig bis 31.03.2017 74852Y | € 33,80 74704Y | € 33,00 75255Y | € 33,50 75557Y | € 30,10 75529Y | € 26,00 74801Y | € 33,00

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