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Bildungspraxis 02_2016

›› BILDUNGSPRAXIS – 02/2016 | 23 Kiehl ist eine Marke des NWB Verlags Digitale Lernkonzepte von Kiehl. Zeitgemäße Wissensvermittlung in der Aus- und Weiterbildung. Lernen Sie unser vielfältiges Angebot kennen! Mehr über unsere digitalen Lernkarteikarten erfahren Sie unter www.kiehl.de Unser digitales Portfolio – von Online-Zeitschrift über Quiz-Apps bis zu Online-Trainings – stellen wir Ihnen unter http://digital.kiehl.de vor. Wissen für alle! Lernen und Lehren 4.0 „ Drei Aspekte des Lernens » Verknüpfen: Informationen auswendig zu lernen, reicht nicht. Neu gelerntes Wissen muss mit bereits vorhande- nem verknüpft werden – nur so kann man es auch sinnvoll nutzen. » Abrufen: Um Blackouts vorzubeugen, sollte man das Ab- rufen der Informationen trainieren. Zum Beispiel, indem man das Gelernte anderen in eigenen Worten erklärt oder es sich selbst vor dem Spiegel vorträgt. » Hinterfragen: Die richtige Lernstrategie für sich selbst zu entwickeln und sie gegebenenfalls anzupassen – diesen Prozess nennen Lernforscher „Metakognition“. Um bei der Prüfung erfolgreich zu sein, ist dieses „Sich-selbst- über-die-Schulter-schauen“ entscheidend. beste Voraussetzungen. Für mich per- sönlich war der motivierendste Lehrer immer derjenige, der selbst für seine Themen Leidenschaft gezeigt hat. Sind Prüfungen ein gutes Mittel, das Wissen und die Kompetenzen von Auszubildenden zu testen? Sie sind ein gutes Mittel, um Vergleich- barkeit zu erreichen und Standards fest- zulegen. Beides ist in unserem Bildungs- system von zentraler Bedeutung und auch legitim. Mündliche oder schriftliche Prüfungen haben aber den Nachteil, dass sie eher verbalisiertes Wissen prüfen. Fertigkeiten oder die Kompetenz, Wissen anzuwenden, kann man jedoch mit den meisten Prüfungsformaten nur schwer erfassen. Computerbasierte Verfahren, in denen beispielsweise reale Szenarien abgebildet werden, können hier eine inte- ressante Erweiterungsmöglichkeit sein. Wie haben Sie sich früher selbst auf Prüfungen vorbereitet? Mir fallen vor allem Situationen ein, in denen ich mit anderen über den Prü- fungsstoff diskutiert habe. In Lerngrup- pen haben wir den Stoff aufgeteilt, jeder wurde Experte für einen Bereich, den er dann den anderen erklären musste. Das hatte den Vorteil, dass man nicht von Anfang an den gesamten Stoff bearbeiten musste, aber vor allem die Prüfungssituation, also das Erklären Mündliche und schriftli- che Prüfungen haben den Nachteil, dass sie eher verbalisiertes Wissen prü- fen. Fertigkeiten oder Kom- petenzen lassen sich damit nur schwer erfassen. in eigenen Worten, trainiert hat. Die Lernkollegen waren dabei immer ziem- lich harte Prüfer. Zudem waren für mich gute Zeitplä- ne wichtig. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich die meiste Zeit damit beschäftigt war, meine Pläne zu ändern. Dass ich damit metakognitiv reguliert und Lernstrategien verwen- det habe, wusste ich damals aber noch nicht. ■

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