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Bildungspraxis 02_2016

AUSBILDUNG „ Angebote zur Prüfungsvorbereitung » Auf die Prüfungen vor allem in kaufmännischen Berufen berei- ten die kurzen Lernvideos von Prozubi vor, die auch vom Smart- phone aus nutzbar sind. www.prozubi.de » Die digitale Karteikarten-App Brainyoo legt dem Lernenden In- halte dann zum Wiederholen vor, sie in Vergessenheit zu geraten drohen. www.brainyoo.com » Ausbilder können sich auf ihre Ausbildereignungsprüfung mit dem Online-Lernkurs AEVO vorbereiten – seit April auch per Smartphone-App. www.ecademy.com.de » Nachhilfetrainings in Klein- gruppen für schwächere Azubis bietet die Schülerhilfe an. www.schuelerhilfe.de » Viele IHKs bieten Prüfungs- vorbereitungen für Azubis an – entweder als Präsenzkurs oder als Webinar. www.ihk.de um Informationen zu vermitteln: Man muss sich nicht nur mit langen Texten beschäftigen. Informationen werden kurz und knapp, auditiv, als Video oder als Simulation dargestellt. Der Einstieg in ein neues Gebiet ist damit vielfältig und jeder kann seinen Interessen und Neigungen nachgehen. Insofern hat sich das Lehren – also die Informati- onsvermittlung – verändert, Lernen erfordert aber nach wie vor dieselbe in- tensive Arbeit an der eigenen geistigen Bibliothek. Welche Lehr- oder Lernmethoden halten Sie für vielversprechend? Neben der bereits erwähnten intensi- ven Verknüpfung ist noch ein anderer Aspekt entscheidend, nämlich die eigene Überwachung und Regulation des Lernprozesses. Man denkt also über das Lernen nach und stellt sich Fragen, was man eigentlich erreichen möchte, wie viel Zeit man investieren möchte und ob man auch verstanden hat, was man gelernt hat. Entscheidend für den gesamten Regulationsprozess ist dabei, sich zu überlegen, wie man beim Lernen vorgehen möchte. Die verschie- denen Vorgehensweisen nennen wir Lernstrategien. Liest man beispielswei- se einen Text, wird man sich überlegen, ob man wichtige Begriffe unterstreicht oder sich Randnotizen macht. Macht man hingegen eine Serie von Übungs- aufgaben, ist es hilfreich, sich zu überlegen, ob man denselben Fehler häufiger macht oder mit welcher Vorge- hensweise man die Übungen besonders schnell erledigt. Ein erfolgreicher Lerner ist also einer, der sich beim Lernen selbst beobachtet, dabei strategisch vorgeht und seine Strategien dem tatsächlichen Lernpro- zess anpasst, um das selbst gesetzte Ziel zu erreichen. Welche Rolle spielt die Motivation bei der Vorbereitung auf Prüfungen? Die Motivation ist sehr wichtig. Sie ist entscheidend dafür, ob der Lerner überhaupt bereit ist, den Lernprozess in Gang zu setzen. In der Schule oder Ausbildung ist meist das Erreichen ei- ner guten Note der Antrieb. Wenn das Lernen aus eigenem Antrieb erfolgt, aus Interesse oder dem Bedürfnis, etwas Neues lernen zu wollen oder besser zu können, ist dies jedoch eine viel stärkere Motivation. Wie können Ausbilder und Lehrer zum Lernen motivieren? Sie haben es oftmals schwer, diesen Eigenantrieb zu wecken. Die beste Möglichkeit besteht darin, Wissen nicht losgelöst vom Kontext zu vermitteln, sondern den Nutzen und die Relevanz für die Lerner darzustellen. Gut ist es auch, Kompetenzen und verhaltensba- sierte Fertigkeiten zu vermitteln und in echten Anwendungssituationen zu trainieren – eine Ausbildung bietet dafür Wenn das Lernen aus eigenem Antrieb und aus Interesse erfolgt, ist das die stärkste Motivation. Foto: © Stokkete / Shutterstock.com Neben dem klassischen Lernen mit Büchern gibt es immer mehr Online-Angebote zur Prüfungsvorbereitung.

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